Unternehmerverband Südtirol - Assoimprenditori Alto Adige - Notizia internet n. A00013-2019 del 01/10/2019






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Prot.Nr.: A00013-2019


Veröffentlichungsdatum: 01/10/2019

Landesförderungen für Beratung, Ausbildung und Messeteilnahmen: Neue Förderkriterien in Kraft


Die Landesregierung hat – im Rahmen des Landesgesetzes Nr. 4 /1997 – neue Förderkriterien für betriebliche Initiativen für die Bereiche Beratung, Wissensvermittlung, Ausbildung und Teilnahme an Messen genehmigt. Die neuen Richtlinien gelten für alle Anträge, die ab Jänner 2019 und bis zum 30. September 2021 bei der Landesverwaltung eingereicht werden. Die vorliegende Nachricht enthält eine Zusammenfassung der Fördermaßnahmen. Weitere Details enthalten die Förderrichtlinien (siehe Anlagen).



1. Begünstigte

Gefördert werden Unternehmen aller Größenklassen, welche in Südtirol eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben und in der Handelskammer eingetragen sind. Die förderungsfähigen und nicht förderungsfähigen Wirtschaftssektoren (gemäß ATECO – Klassifizierung) werden in den Richtlinien angeführt.

Nicht beihilfefähig sind unter anderen Unternehmen, die in Südtirol nur Verwaltungseinheiten, ein Domizil oder ein Depot für den Verkauf der eigenen Produkte haben und dort im Verhältnis zur Gesamtzahl der Beschäftigten des Unternehmens eine geringe Anzahl von Mitarbeitern beschäftigen; davon ausgenommen sind auf jeden Fall jene Unternehmen, die Südtirol zugerechnet werden können.

2. Förderungsfähige Vorhaben und Ausgaben , Ausmaß der Beihilfen

Förderfähig sind folgende Vorhaben, sofern sie eng mit der betrieblichen Tätigkeit der Unternehmen zusammenhängen und sich direkt auf diese auswirken.

2.1 Bereich „Messeteilnahmen“

Förderungsfähige Initiativen:

    -Teilnahme an Messen außerhalb Südtirols;

    -Teilnahme an folgenden Messen, welche in Südtirol stattfinden: Alpitec, Prowinter, Klimahouse, Interpoma, Agrialp, Agridirect, Hotel, Tipworld, Civilprotec und MOCO.

Förderfähige Ausgaben:

    -Platzmiete;

    -Standmiete;

    -Kosten für den Aufbau des Standes;

    -Einschreibe- und Teilnahmegebühren.

Die Mindestausgabe für die förderfähigen Vorhaben beträgt 2.000 Euro pro Anrechnungsjahr, die Höchstausgabe 300.000 Euro.

Die Förderung, welche in freigestellter Form für KMU und im Rahmen der De-Minimis-Regel für Großunternehmen vergeben wird, beträgt:

    -bis zu 50 % für die ersten zwei Teilnahmen an derselben Messe;

    -bis zu 25 % für weitere Teilnahmen an derselben Messe nach den ersten beiden;

    -bis zu 50 % für die dritte Teilnahme an derselben Messe, wenn der Antragsteller mit einem anderen Unternehmen, welches im Sinne dieser Richtlinien ebenfalls anspruchsberechtigt ist, dessen erste Teilnahme an derselben Messe koordiniert.

2.2 Bereich „Ausbildung“

Förderfähig sind Vorhaben zur Ausbildung der Bediensteten, der Inhaber sowie der Gesellschafter, die vorwiegend im Antrag stellenden Unternehmen oder in Partner- oder in sonstiger Form verbundenen Unternehmen tätig sind.

Nicht förderfähig sind :

-Anpassung an verbindliche nationale Rechtsvorschriften im Bildungsbereich, Bildungsgänge zur Erlangung von Befähigungen und zur Berufsausbildung;

-Schulung zum Erlernen der technischen Eigenschaften von Produkten und Waren, die Gegenstand der eigenen betrieblichen Tätigkeit sind;

-betriebsspezifische Ausbildungen mit Kosten über 30.000 Euro, die vom Europäischen Sozialfonds gefördert werden.

Folgende Ausgaben sind zulässig:

a) Einschreibe- und Teilnahmegebühren,

b) bei Vorhaben, die das Antrag stellende Unternehmen selbst organisiert:

    -Referentenhonorare: Zulässig ist eine Höchstausgabe von 800 Euro für das Tageshonorar eines Referenten (Reisekosten inbegriffen)

    -Kosten für Saalmiete, Lehrmaterial und Simultanübersetzung,

c) Bei Master- oder MBA-Studium: Zulässig ist jeweils eine Höchstausgabe von 10.000 Euro.

Die Mindestausgabe für die förderfähigen Vorhaben beträgt 2.000 Euro pro Antrag und Anrechnungsjahr. Zudem gelten folgende Höchstgrenzen für die förderungsfähigen Ausgaben pro Anrechnungsjahr:

      -50.000 Euro für Kleinunternehmen;

      -100.000 Euro für Mittel- und Großunternehmen.

Die Förderung beträgt 50 % für alle Unternehmensgrößenklassen.

2.3 Bereich „Beratung und Wissensvermittlung“

Förderfähig sind Vorhaben zur Beratung und zur Wissensvermittlung, die von Unternehmen, von Freiberuflern, die eine Beratungstätigkeit ausüben, von spezialisierten Beratungsinstituten und -einrichtungen, von Forschungseinrichtungen oder von Universitäten durchgeführt werden.

Beihilfefähig sind:

-Beratungen mit strategischen Zielen und zur Verbesserung der betrieblichen Organisationsstruktur und der Produktionsprozesse;

    -Beratungen zur Marktpositionierung des Betriebes;

    -für Unternehmen der Sektoren Handwerk und Industrie: Beratungen zur technologischen Verbesserung der Produkte sowie zur Einführung von neuen Vertriebsformen;

    -Beratungen in den Bereichen Arbeitsplatzumstrukturierung und Gründung von Unternehmenskooperationen;

    - Zertifikat „Audit familieundberuf” (der Hertiestiftung) und Re-Auditierung und Zertifikat „soziale Verantwortung“ (SA 8000).

Die nicht förderungsfähigen Vorhaben und Ausgaben werden in den Richtlinien (s. Artikel 8 und 10) angeführt.

Beihilfefähig sind die Beratungs- und Referentenhonorare, wobei eine Höchstausgabe von 800 Euro für das Tageshonorar eines Beraters bzw. eines Referenten zulässig ist.

Die Mindestausgabe für die förderungsfähigen Vorhaben beträgt 3.000 Euro pro Anrechnungsjahr. Ausgenommen sind Beratungen im Bereich „Audit familieundberuf“ für welche ein Mindestgrenze von 1.000 Euro vorgesehen ist.

Im Triennium 2019-2021 gelten folgende Höchstgrenzen für die förderungsfähigen Ausgaben:

    -30.000 Euro für Kleinunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten;

    -60.000 Euro für Kleinunternehmen mit mehr als 10 und weniger als 50 Beschäftigten;

    -150.000 Euro für Mittel und Großunternehmen;

Die Förderung (in freigestellter Form für KMU im Rahmen der De-Minimis Regel für Großunternehmen) beträgt bis zu 30 %. Ausgenommen sind dabei die Beratungen für die Zertifikate „Audit familieundberuf“ und „soziale Verantwortung“ für welche ein Fördersatz von bis zu 50 % vorgesehen ist.

3. Antragstellung und Anzahl der Anträge

Die Fördergesuche müssen bis 30. September des Jahres eingereicht werden, in dem das Vorhaben begonnen oder durchgeführt wird.

Die Anträge müssen vor Beginn des Vorhabens bei den zuständigen Ämtern der Abteilung Wirtschaft (Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen) im PDF-Format durch eine einzige PEC-Mitteilung an die zertifizierte E-Mail-Adresse (PEC – Adresse) des zuständigen Amtes übermittelt werden.

Die Gesuchsformulare können hier heruntergeladen werden:

-Beratung, Ausbildung und Wissensvermittlung

http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1021564

-Teilnahme an Messen (Internationalisierung)

http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1031064

Dem Förderantrag sind Kostenvoranschläge oder detaillierte Kostenaufstellungen beizulegen.

Wichtig: Für die Bereiche „Messeteilnahmen“ und „Beratung, Wissensvermittlung“ kann ein Gesuch pro Jahr eingereicht werden, während für den Bereich „Ausbildung“ mehrere Gesuche zulässig sind.

4. Gewährung und Auszahlung der Förderung

-Die Gewährung der Förderung erfolgt mit Dekret des zuständigen Abteilungsdirektors/der zuständigen Abteilungsdirektorin.

-Die Auszahlung der Förderung wird nach Durchführung des Vorhabens auf der Grundlage der Abrechnung verfügt. Die Ausgaben müssen bis zum Ende des Jahres abgerechnet werden, das auf die Gewährungsmaßnahme oder auf die Anlastung der Ausgabe folgt.

-Die Förderung wird aufgrund der abgerechneten und zugelassenen Ausgaben ausgezahlt und zwar nur dann, wenn das durchgeführte Vorhaben mit jenem laut Antrag übereinstimmt.

-Liegen die tatsächlich getätigten Ausgaben unter der zur Förderung zugelassenen Ausgabe, wird der auszuzahlende Beitrag anteilsmäßig gekürzt und auf der Grundlage der effektiv getätigten Ausgaben neu berechnet.

Wichtig: Bei der Abrechnung der Fördergesuche für Messeteilnahmen ist folgendes zu beachten: Belaufen sich die effektiven Ausgaben auf weniger als 80 Prozent der zugelassenen Ausgaben, wird das Unternehmen für zwei Jahre von den Förderungen ausgeschlossen. Davon ausgenommen sind jene Förderwerber, welche sämtliche Änderungen zu den Ausgaben oder in Bezug auf die Teilnahme an geplanten Messen vor deren Beginn dem zuständigen Amt schriftlich mitteilen.

5. Weitere Informationen

enthalten die beiliegenden Förderkriterien. Ansprechpartner im Unternehmerverband ist Georg Müller (Tel. 0471/220444, g.mueller@unternehmerverband.bz.it).


AusbildungBeratungConsulenzaFormazione.pdf (717KB)
MessenFiere.pdf (703KB)



Autor: Georg Mueller - g.mueller@unternehmerverband.bz.it

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