Brenner: gemeinsame Erklärung Confindustria-BDI

Confindustria-Präsident Carlo Bonomi und BDI-Präsident Dieter Kempf haben sich anlässlich der Vollversammlung des Unternehmerverbandes in Bozen am 26. Oktober 2020 virtuell getroffen, um eine gemeinsame Erklärung zu den Verkehrsinfrastrukturen, insbesondere zu den Transitproblemen am Brenner, zu unterzeichnen.

Die Pandemie - so die Industriellenvereinigungen der beiden wichtigsten Industrienationen Europas - hat die materiellen und immateriellen Defizite der grenzübergreifenden Verkehrsinfrastrukturen aufgezeigt, den Mangel an einer Harmonisierung der Regeln für die Einschränkung der Verkehrsfreiheit und die daraus folgende Zerbrechlichkeit des Binnenmarktes.

Deshalb, so heißt es in der gemeinsamen Erklärung, "sind der Aufbau und die Ertüchtigung des transeuropäischen Verkehrsnetzes - des TEN-V - grundlegende Schritte hin zu einer vernetzten und intelligenten europäischen Wirtschaft". Laut BDI und Confindustria sind "Die italienische und die deutsche Regierung aufgerufen, die Planungs- und Genehmigungsverfahren bei der Umsetzung großer Infrastrukturprojekte zu vereinfachen". Auch, weil der Verkehr eine
entscheidende Rolle für das Funktionieren des Binnenmarktes spielt.

In der Erklärung unterstreichen die beiden Präsidenten die zentrale Rolle des freien Warenverkehrs und verurteilen die einseitigen Verkehrsblockaden in Nordtirol am Brenner, "Herz des TENV- Korridors Skandinavien Mittelmeer" und "wesentlicher Knotenpunkt für den EU-Binnenmarkt".

Abschließend schlagen Confindustria und BDI vor, dass der Brenner als Hauptverbindungsstrecke zwischen Nord- und Südeuropa zu einem Vorbild für integrierte und intelligente Mobilität werden soll, im Einklang mit den Zielen der Klimaneutralität bis 2050 und unter Berücksichtigung lokaler und nationaler Bedürfnisse.

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marchiodi_mirco