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Veröffentlicht am: 20.09.2022
Geschrieben von:
Bayer Angelika

Europäisches Wirtschaftstreffen in München: EU braucht jetzt mehr Geschlossenheit

Im Rahmen einer Veranstaltung mit Vertretern verschiedener europäischer Wirtschaftsverbände wurde von der EU mehr Geschlossenheit und stärkeres Auftreten in der Außenpolitik gefordert.

Die EU-Mitgliedsstaaten haben nach dem Überfall Putins entschlossen und geeint gehandelt. „Wir begrüßen die umfassenden Sanktionspakete gegen Russland und Belarus. Wir sind uns sicher: Diese Sanktionen werden mittel- und langfristig noch große Wucht entfalten. Die erzielte Einigkeit dürfen wir uns nicht mehr nehmen lassen. Wenn die EU-Mitgliedsstaaten mit unterschiedlicher Stimme sprechen, verliert Europa an Glaubwürdigkeit“, sagte der Hausherr und Hauptgeschäftsführer des vbw-Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt.

Am Treffen nahm für Italien der Direktor des Unternehmerverbandes Südtirol, Josef Negri, teil. „Neben dem Krieg in der Ukraine wird die Sicherheit in Europa auch von anderen Faktoren, wie durch veränderte klimatische Bedingungen oder gestiegene Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt bedroht. Wir müssen die Auswirkungen unterschiedlichster Bereiche im Auge behalten und gesamteuropäische Lösungen finden. Gerade in Bezug auf die Energiekrise ist dies dringendst erforderlich“, so Negri.

An der Veranstaltung nahmen auch Spitzenvertreter der Wirtschaftsverbände aus Frankreich, Spanien, Österreich und Ungarn teil. „Trotz allem haben wir Grund zur Zuversicht. Am Ende muss die viel zitierte Zeitenwende auch eine Wende hin zu einer Zukunft sein, in der wir an Sicherheit gewinnen. Sicherheit ist die Grundlage von politischer und sozialer Stabilität. Unser Wohlstand und der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen basieren darauf“, waren sich alle einig.