Vorbeugung: der Beitrag der produzierenden Unternehmen zur Bekämpfung der Verbreitung von Covid19

Nach dem ersten Lockdown im Frühling, der auch das verarbeitende Gewerbe, die Industrie und die damit verbundenen Dienstleistungen hart getroffen hat, durften diese Unternehmen in ganz Europa, wenn auch mit vielen Einschränkungen, weiterarbeiten. Einerseits, da die Industrie – als wichtigster Arbeitgeber und bedeutendster Sektor bei der Schaffung von Mehrwert sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene – als strategischer Sektor und somit als essenzielle Tätigkeit eingestuft wurde, aber vor allem, weil der Sektor der erste war, der ein strenges Sicherheitsprotokoll eingeführt hat. Das am 14. März 2020 von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern unterzeichnete Sicherheitsprotokoll ist heute noch gültig.

Fast ein Jahr nach der Einführung des „Gemeinsamen Protokolls für die Sicherheit am Arbeitsplatz“, kennen viele, die keinen Einblick in die produzierenden Unternehmen haben, die strengen Vorbeugemaßnahmen, die dort gelten, nicht. „Diese Monate haben uns gelernt, dass es für niemanden selbstverständlich ist, dass die eigene Tätigkeit fortgeführt werden kann. Das „Privileg“, offen bleiben zu dürfen, gewinnen wir jeden Tag, indem wir sehr strenge Verhaltens- und Vorbeugemaßnahmen umsetzen und respektieren“, erklärt der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea.

Um bekannt und nachvollziehbar zu machen, was in diesen Monaten in den Unternehmen getan wird, hat der Unternehmerverband zahlreiche Geschichten aus den Mitgliedsbetrieben gesammelt, von denen einige auf dem Blog www.madeinbz.info erzählt werden.

„Damit wollen wir in erster Linie den Beitrag, den unsere Unternehmen zur Bekämpfung der Pandemie leisten, anerkennen, aber zugleich auch die Gesellschaft dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, dass wir alle die Sicherheitsregeln einhalten“, unterstreicht Giudiceandrea.

 

Einige Best Practice Beispiele aus Südtirol:

Die ewo GmbH in Kurtatsch hat von Beginn an auf eine transparente Information der Mitarbeiter gesetzt und testet wöchentlich das gesamte Personal. Details dazu im Interview mit der Unternehmerin Flora Kröss. 

Die GKN Driveline AG in Bruneck hat alleine im Jahr 2020 rund 100.000 Euro in Vorbeuge- und Sicherheitsmaßnahmen investiert. Hier das Interview mit Geschäftsführer Alexander Burger.

 Die großen Unternehmen in der Industriezone Bozen Süd gehörten zu den ersten in ganz Italien, die Sicherheitsprotokolle umgesetzt haben. Um das Thema zu vertiefen, haben wir mit dem Sekretär der Metallmechaniker der UIL-SGK, Giuseppe Pelella, gesprochen. 

Die Röchling Automative AG aus Leifers hat ihre Tätigkeit in den Produktion und in den Gemeinschaftsorten neu organisiert. Dank der Digitalisierung der Maschinen ist ein genaues Tracking möglich. Details dazu im Gespräch mit Marco Sala, Environmental, Health and Safety Manager.

Die Markas GmbH aus Bozen ist in besonders sensiblen Sektoren wie der Sanität und Schulmensen tätig. In diesen Bereichen ist die Aufmerksamkeit noch höher. Eine Hilfe kommt von der Technologie. Mehr dazu im Interview mit Generaldirektorin Evelyn Kirchmaier

Bei der duka AG aus Brixen gibt es zwei Personen, die sich den ganzen Tag nur um die Desinfektion und Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen im Haus kümmern. Auch die „dukantine“ wurde umgestaltet. Martin Schwitzer, interner Beauftragter für Arbeitssicherheit, erklärt hier die Details. 

Bei Rubner Haus und Rubner Türen wurden umfassende Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, die dem Schutz der Mitarbeiter und der Kunden dienen. Geschäftsführer Markus Nöckler berichtet hier über seine Erfahrung in einem Jahr Pandemie. 

Um Produktion und Sicherheit der Mitarbeiter zu garantieren, setzt Finstral AG auf regelmäßige kostenlose Schnelltests, Thermoscanner, die Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln. Der Verantwortliche für Vorbeugung und Schutz, Ivan Girardo, hat über die Pandemiebekämpfung im vergangenen Jahr Bilanz gezogen. 

Möchten Sie über die Maßnahmen in Ihrem Unternehmen berichten? Kontaktieren Sie das Team von madeinbz.info: contact@madeinbz.info