Corona-Situation: Austausch mit Landeshauptmann Kompatscher

Bei einem Austausch in Videokonferenz diskutierten Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Generalrat des Unternehmerverbandes Südtirol über die aktuelle Lage im Hinblick auf den Corona-Notstand sowie die Herausforderungen der kommenden Monate.

In seiner Einleitung verwies Unternehmerverbands-Präsident Federico Giudiceandrea darauf, dass der Schutz der Gesundheit und der Arbeit nicht in Widerspruch zueinanderstehen: „Auch dank des ständigen Austausches mit den Vertretern der Arbeitnehmer haben die Produktionsbetriebe gezeigt, dass sie in Sicherheit arbeiten können, wodurch der Großteil der Arbeitsplätze gesichert werden kann.“

So wie die Unternehmen den Mut einiger politischer Entscheidungen hervorhoben, gab es von Landeshauptmann Kompatscher Anerkennung für die Bemühungen der Produktionsbetriebe: „Der Beitrag der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und der damit verbundenen Dienstleistungen war nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene wichtig, sondern auch im Bereich der Vorbeugung, durch die Anwendung der Sicherheitsprotokolle, Investitionen in Schutzausrüstungen sowie der großen Bereitschaft, mit den Sanitätsbehörden anlässlich der Screenings zusammenzuarbeiten.“

Diese Zusammenarbeit wird auch in der Impfphase wichtig sein, stimmten der Landeshauptmann und die Unternehmer überein. „Eine korrekte und transparente Information wird entscheidend sein, um noch bestehende Zweifel und Widerstände aus dem Weg zu räumen“, wurde von allen Teilnehmern unterstrichen. Einigkeit herrschte zudem darüber, dass die Impfung der einzige Weg ist, um so rasch als möglich die angespannte Lage zu überwinden und wirtschaftliche und soziale Auswirkungen möglichst gering zu halten.

Der Austausch mit Landeshauptmann Kompatscher diente auch dazu, auf die Herausforderungen der kommenden Monate zu blicken. Die Unternehmer drängen auf eine auf die Zukunft ausgerichtete Verwendung der von Europa zur Verfügung gestellten Ressourcen: „Es ist richtig, jenen zu helfen, die in Schwierigkeiten sind, aber die Mittel müssen jetzt verstärkt für eine nachhaltige Entwicklung unserer Wirtschaft verwendet werden“, so die Forderung der Unternehmen: es müsse in Digitalisierung, Infrastrukturen und Bildung investiert werden.

Im Zuge der Videokonferenz wurde zudem über den Transport entlang der Brennerachse diskutiert, der durch die vom Land Tirol erlassenen Fahrverbote immer schwieriger wird, über die Investitionen in das Stromnetz im Pustertal, Eisacktal und Burggrafenamt sowie über die Verhandlungen zur Verlängerung der Konzession der Brennerautobahn.