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Veröffentlicht am: 25.11.2021
Geschrieben von:
Marchiodi Mirco

Die große Sorge der Unternehmer*innen: Es ist nicht die Zeit, die Steuerbelastung zu erhöhen!

Der Generalrat des Unternehmerverbandes Südtirol hat in seiner letzten Sitzung das Präsidium mit der einstimmigen Genehmigung nachstehender Resolution beauftragt, die Landesregierung und alle Vertreter*innen im Südtiroler Landtag eindringlich zu bitten, von Steuererhöhungen abzusehen. 

 

"Die Corona-Lage spitzt sich in ganz Europa und insbesondere auch in Südtirol wieder zu. Familien und Unternehmen stehen wieder vor großen Herausforderungen, täglich werden neue Einschränkungen und strengere Regeln beschlossen. Lieferengpässe, die Explosion der Rohstoff- und Energiepreise und die Notwendigkeit, in die digitale und ökologische Transformation zu investieren, erschweren die Lage zusätzlich.

Unsere Unternehmen setzen alles daran, ihre Tätigkeit trotzdem aufrecht zu erhalten und gleichzeitig durch zusätzliche Investitionen und die Einhaltung der gemeinsamen Sicherheitsprotokolle, auch die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Dies sichert Arbeitsplätze, Investitionen vor Ort, Wertschöpfung und nicht zuletzt Steuereinnahmen, welche die Finanzierung von Sanität, Sozialleistungen und anderen öffentlichen Dienstleistungen garantieren.

Viele Unternehmen wurden schon im letzten Jahr hart von der Pandemie getroffen und die Unsicherheit für die kommenden Monate ist groß. In vielen Fällen machen sich wieder Existenzängste spürbar. Über die Entscheidung, in einer Zeit, in der die vierte Welle der Pandemie sich in ganz Europa rasant ausbreitet, die Steuern auf Arbeit und Investitionen zu erhöhen, sind wir sehr besorgt. Wir sollten uns vielmehr gemeinsam für Steuerentlastungen einzusetzen, die vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Netto vom Brutto garantieren.

In diesem Sinne appellieren wir an alle Vertreter*innen im Südtiroler Landtag, von den im Gesetzentwurf zum Haushaltsvoranschlag 2022-2024 vorgesehenen Steuererhöhungen abzusehen".